ESWL

Die extrakorporale Stoßwellenlitothripsie ist eine Therapie zur Zerkleinerung von Harnsteinen mit Hilfe von Stoßwellen. Sie ist die einzige nicht invasive Behandlung und Standard bei kleinen unkomplizierten Nierensteinen bis 2,5 cm.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?
Die Behandlung kann in der Regel ambulant erfolgen. Der Patient liegt auf einer beweglichen Liege. Der Stoßwellengenerator gleicht heutzutage äußerlich einem Röntgengerät und benötigt keine wassergefüllten Wannen mehr. Stattdessen wird die Silikonhülle direkt an den Patienten gepresst um einen guten Kontakt zu erzeugen. Zusätzlich wird ein Gel, ähnlich wie beim Ultraschall verwendet. Der Stein wird mit Ultraschall oder Röntgen geortet. Danach fokussiert der Gerät automatisch den Stein und korrigiert bei Bedarf die Lage der Liege.
Der Patient bekommt vor der Behandlung ein intravenöses Schmerzmittel, er bleibt also die ganze Zeit ansprechbar. Die Behandlungsdauer beträgt etwa eine Stunde.
    
Komplikationen:
Als Komplikationen können auftreten:

  • Blutung
  • Blutdruckabfall mit Übelkeit
  • Harnstau
  • Infektionen
  • Nierenfunktionsstörungen

Die drei letztgenannten Komplikationen sind Folge von fehlendem Steinabgang mit entstehender „Steinstraße“.

Wann kann die ESWL nicht durchgeführt werden?
Patienten mit Blutungsneigung sollen nicht mit der ESWL behandelt werden, da hier das Risiko einer Blutung durch die ESWL stark ansteigt. Medikamente, welche in die Blutgerinnung eingreifen (z.B. Aspirin, Marcumar) müssen ggf. durch den Arzt abgesetzt werden. Genauso muss ein Harnstau beseitigt werden, bevor Nierensteine therapiert werden.