Nierenkarzinom

Allgemeines
Das Nierenzellkarzinom macht 3% aller bösartigen Tumorerkrankungen aus. Dabei sind mehr Männer als Frauen betroffen. Der Altersgipfel liegt bei etwa 65 Jahren.

Beschwerden
Die klassischen Beschwerden bei fortgeschrittenen Tumoren sind:

  • Schmerzen, meist an der Flanke
  • Tastbarer Tumor
  • Blutiger Urin

Diese Beschwerden sind jedoch nur bei etwa 10% der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose zu finden, da es sich um sehr späte Symptome handelt.
Im Frühstadium macht das Nierenzellkarzinom meist keine Beschwerden und wird deshalb häufig zufällig bei Untersuchungen im Ultraschall entdeckt.

Ursachen
Ein wichtiger Risikofaktor stellt das Rauchen dar, aber auch die dauerhafte Einnahme von bestimmten Medikamenten, z.B. manche Schmerzmittel. Bei Frauen spielt das Übergewicht eine Rolle. Sehr selten ist das Nierenzellkarzinom genetisch bedingt.
    
Diagnostik
Das Nierenzellkarzinom ist in mehr als 50% der Fälle ein Zufallsbefund beim während einer Untersuchung. Zu den Standarduntersuchungen gehören:

  • Ultraschalluntersuchung
  • Computertomografie zur genauen Lokalisation des Tumors und Bestimmung seiner Ausdehnung
  • Labor (Blut und Urin)
  • Ggf. eine Nierenfunktionsszintigrafie, bei der die Funktion beider Nieren beurteilt werden kann

Behandlungsmethoden
Je nach Größe und Art des Nierenzellkarzinoms gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten:

  • Bei kleinen Nierenzellkarzinomen versucht man nierenerhaltend zu operieren. Das bedeutet, dass man nur den Teil der Niere entfernt, der vom Tumor befallen ist. 
  • Bei größeren Tumoren muss man die gesamte Niere entfernen. Die verbliebene Niere kann die Aufgaben alleine übernehmen.
  • Und bei weit fortgeschrittenen Tumoren, die bereits metastasiert haben, also Tochtergeschwüre gebildet haben, muss man sowohl chirurgisch als auch medikamentös therapieren.