Regulation der Blutbildung

Außerdem erfolgt in der Niere die Bildung von Erythropoetin.
Dieses Erythropoetin regt die Bildung der roten Blutkoerperchen an. Für die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff sind die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zuständig. Sie zirkulieren im Blut und nehmen den Sauerstoff in der Lunge auf und verteilen ihn anschließend im Körper. Die roten Blutkörperchen haben eine Lebensdauer von nur ca. 120 Tagen. Aufgrund ihrer wichtigen Funktion müssen sie daher ständig neu gebildet werden. Die Bildung erfolgt im Knochenmark und wird von der Niere reguliert.
Sinkt der Gehalt an Erythrozyten im Körper stark ab, ist die Niere in der Lage, dieses wahrzunehmen. Sie bildet verstärkt Erythropoetin und schüttet dies aus. Das Hormon gelangt über den Blutstrom ins Knochenmark und regt dort die Bildung der roten Blutkörperchen an.
So sichert diese Funktion der Niere letztendlich die körperliche Leistungsfähigkeit, denn ein Körper kann nur leistungsfähig sein, wenn er gut mit Sauerstoff versorgt ist.
    
Erythropoetin (EPO) und Doping
In der letzten Zeit ist EPO häufig mit Doping in Leistungssport in Verbindung gebracht worden.

Dabei wurde dieses Hormon von der Industrie zur Behandlung von Nierenkranken bzw. Patienten, die dialysepflichtig sind, entwickelt. Nieren, deren Funktion eingeschränkt ist oder zerstört  ist, können keine Erythropoetin bilden, daher wird der betroffene Patient blutarm und er verliert seine Leistungsfähigkeit. Durch die Zufuhr von Erythropoetin kann dieses Problem behoben werden.

Natürlich haben findige Sportler dies herausgefunden und ausgetestet, dass man auch als gesunder Mensch durch die Zufuhr dieses Hormons die körperliche Leistungsfähigkeit steigern kann. Allerdings geht man das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls dabei ein, da durch die Vermehrung der Erythrozyten das Blut dickflüssiger wird und sich leichter Blutgefäße verschließen können mit dem Resultat eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls.