Regulation Blutdruck

Die Niere greift auf verschiedenem Weg in die Regulation des Blutdrucks ein.

Ausscheidung von Flüssigkeit
Bei sehr hohen Blutdrücken über 160 mmHg Systolischer Wert beginnt die Druckdiurese. Die Niere resorbiert weniger Wasser zurück und es wird mehr ausgeschieden. Durch das geringere Flüssigkeitsvolumen sinkt der Blutdruck wieder.
Weiterhin wird die Wasserausscheidung eng an die Ausscheidung von Salzen gekoppelt, so dass man über die Beeinflussung des Salztransportes auch den Blutdruck beeinflussen kann. Diuretika wie Thiazide und Schleifendiuretika hemmen Transportsysteme der Zellen, die Salze zurück in den Körper resorbieren. Mit den Salzen wird zusätzlich Wasser ausgeschieden und der BLutdruck gesenkt.
    
Renin-Angiotensin-Aldosteronsystem
Außerdem wird der Blutdruck über eine Reihe von Hormonen gesteuert. Am Anfang der Kette steht Renin, das vermehrt bei geringer Nierendurchblutung gebildet wird. Es wird Angiotensin gebildet, dass über Verkleinerung des Arteiolendurchmessers den BLutdruck steigert und Aldosteron freisetzt. Aldosteron, sorgt über eine Rückresorption von Natrium für eine geringere Wasserausscheidung und damit ebenfalls eine Blutdruckerhöhung. Ein weiteres Hormon, das die Wasserausscheidung hemmt ist ADH.

Verschiedene Pharmaka greifen an dieser Kette an um durch deren Unterbrechung den BLutdruck zu senken. Beispiele sind die ACE-Hemmer AT-Antagonisten und Aldosteronantagonisten.